Historie

Borod ist eine Rodungssiedlung die zwischen dem 9. und 14. Jahrhundert entstanden ist. Borod wurde als Siedlungsplatz für die in der Umgebung arbeitenden Waldarbeiter angelegt. Die erste Silbe des Ortsnamens stammt mit einiger Sicherheit von dem damaligen Leiter der Rodungen: Boran.

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1454/1465 als "Burnroede".
Im Laufe der Jahre wurde der Ortsname immer wieder leicht verändert:

um 1454 Burnroede
um 1457 Borrenteroide
um 1476 Borenrode
um 1558 Boerrode
um 1569 Borrod
um 1597 Borod
um 1668 Bohret

Dann hieß die Gemeinde endgültig Borod.

Territorialhistorisch lag das Gebiet der heutigen Gemeinde Borod im Engersgau und gehörte später zur Grafschaft Wied. Wilhelm von (Isenburg-)Braunsberg vereinigte 1338 die gesamte Grafschaft und nannte sich ab 1340 Graf von Wied. Im Jahre 1459 verpfändete Graf Wilhelm von Wied für 600 Gulden die Kirchspiele Schöneberg, Almersbach und Höchstenbach an Graf Gerhard von Sayn. Graf Friedrich von Wied gelang es, im Rahmen von Händeln mit Sayn die Pfarreien 1483 wieder einzulösen. Ab 1512 ist Borod sicher als Teil des Kirchspiels bezeugt.

Als Heiratsgut der Johannette von Wied, die mit Gerhard von Sayn verheiratet war, fiel Borod mit dem Kirchspiel Höchstenbach entgültig 1489 an die Grafschaft Sayn. Vom 24. Februar 1671 bis zum 27. Oktober 1671 / 6. November 1671 gehörte das Kirchspiel zu Sayn-Altenkirchen, danach zu Sayn-Hachenburg. 1799 kam das Kirchspiel mit der Grafschaft zu Nassau-Weilburg. Im Rahmen der Rheinbundakte wurde Borod 1806 nassauisch.

Quellen:
Wäller Heimat 1997 ; Seite 27 bis 29.
Wäller Heimat 1999 ; Seite 141 bis 150.